Martin Prechelmacher
9/Oktober/2007 von vordichtung
- Der Gründer von vordichtung ist Martin Prechelmacher, der, durch einen komischen Zufall, ich ist. Ich bin 18 Jahre alt und derzeit noch als Zivildiener im WUK - Werkstätten und Kulturhaus - tätig. Nebenbei etwas Netwerktechnik und natürlich: die Literatur.Ich schreibe nicht nur, sondern, was natürlich nicht gänzlich zu trennen ist, lese auch. Zu meinen Lieblingsdichtern gehören Reiner Kunze, Erich Fried und Nietzsche, aber auch Klassiker wie Goethe oder Hölderlin. Was Prosa anbelangt, bin ich ein äußerst zwiespältiger Leser: Einerseits großer Dostojewskij Liebhaber andererseits begeisterter Leser von Büchern wie Mio, mein Mio. Ich bevorzuge Camus gegenüber Sartre (obwohl auch er nicht zu verachten ist) und Menasse über Haslinger. Solange man mir keinen Faust II vorlegt, bleibe ich auch gerne über Goethe sitzen. Jahn’s Medea ist großartig! Christa Wolf’s ist vielleicht sogar eine Spur besser. Genauso wie ihre Kassandra ein Meisterwerk ist. Barbara Frishmuth, auch wenn sie mich ansonsten nicht so begeistert, hat es mit Das Verschwinden des Schattens in der Sonne durchaus geschafft.Gestehen aber muss ich eines, ich bin mit Star Wars groß geworden - und es wahrscheinlich mit mir (zumindest was die Bücher anbelangt). Star Wars, Wolfsaga und Der Hobbit…Was ich mir vorstelle, was meine Literatur sein soll? Anspruchs- und eindrucksvoll. Ich hoffe die Leser meiner Gedichte in ein Bild hineinzuziehen, das ich sehe, wenn ich meine Gedichte schreibe. Ich hoffe, sie in diesem Bild ihre eigenen Wege finden zu sehen, will auslösen, was ich spüre, wenn ich z.B. Kunze lese, diese Neugierde, dieses Fragen, vordringen und schließlich etwas mitnehmen. Das Verborgene, das ans Licht kommte, das ist es, was ich mir unter meiner Literatur vorstellen möchte.
Martin Prechelmacher Wien, 27/02/2008
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