Zur Situation des Menschseins
Der Verstand strebt nach
Logik in der Welt,
Die Emotion strebt vor
dem Vorstand vorbei
Es ist diese Zerrissenheit, die zentrales Thema der Gedichtsreihe Zur Situation des Menschseins und Eigenheit des modernen Menschens ist.
Dem Existenzialismus zur Folge, ist die Zerissenheit, Sartre nennt sie Diaspora, Ursprung und Urgrund der Form menschlicher Existenz. Für ihn jedoch, besteht diese Zerrissenheit allein im Bewusstsein des Menschen, ja ist das Bewusstsein, das Für-Sich-Sein, welches, alleine schon durch die Namensgebung
, ein gewisses rekursives Element beinhaltet: Das Für-Sich transzendiert sich auf sich selbst hin. Die Trennung des Sichs findet durch nichts statt, denn was wäre schwerer zu überwinden, denn das Nichts? Aber gleichzeitig ist jedes der beiden Teile, das jeweils andere. Somit trennt die beiden nichts. Das ist, sehr grob erklärt, Sartres Diaspora.
Aber nicht nur bei Sartre (und Camus) ist von der Zerrissenheit des Menschen die Rede, auch in der Psychologie – man nehme das Beispiel des Freud’schen Über-Ichs – ist diese zu spüren. Ich selbst bin der Ansicht, dass das grundlegende Wesen des Menschen, seine Paradoxität ist. Er handelt anders als er spricht, ist nach und von aussen ein anderer, als er nach und von innen ist, er wandelt sich, verändert sich, liebt, hasst, tut indifferent – auch gegenüber sich selbst – wo er doch eigentlich kocht…
Somit und allerdings ist das einführende Zitat etwas irreführend: Es ist nicht vorwiegend ein Konflikt zwischen Verstand und Emotion; tatsächlich glaube ich, dass zwischen Verstand und Gefühl nicht eine derart unversöhnliche Trennung stattfindet, wie es gemeinhin angenommen/gesagt wird. Zwar würde ich nicht behaupten, sie wären ein und dasselbe aber sie sind einander nicht so unähnlich und das eine ist ohne dem anderen undenkbar. so ist zum Beispiel der Konflikt in Der Eigen-Sinn der Katze einer, der sowohl das Rationale, als auch das Irrationale betrifft und sogar zu gleichen Teilen aus beiden entspringt (bzw. wird sein Entstehen erst durch die Existenz beider ermöglicht). Gleichzeitig aber entsteht das Wesen der Katze (jeder von uns kennt das Bild einer Katze, die ihren eigenen Schwanz jagt; selbst wenn wir es nie gesehen haben) aus eben der Angst vor dem Tod, der am Ende steht, und die scheinbare Unsinnigkeit des Lebens.
Das Paradoxe beschränkt sich aber nicht nur auf das Negative, wie das Gedicht Aber auch das Aber sei bedacht aufzuzueigen versucht. Das Gedicht Vom Sumpf namens Frage, reiht sich hier ein und zeigt die Möglichkeit der Inspiration/Kunst auf, wie ich sie erlebt habe.
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- Published:
- 3/März/2008 / 1:40
- Category:
- Essays zum Thema, Projekte, Zur Situation des Menschseins
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